Mediaplaner – das “Wann” und “Wo” entscheidet

Steht eine Werbekampagne, muss sie natürlich durch die Buchung von Anzeigen und Sendezeiten publik gemacht werden. Hier kommen Mediaplaner zum Einsatz.

Gezieltes Shopping

Die wesentliche Aufgabe des Mediaplaners ist es, viel Geld auszugeben. Die Kunst besteht darin, es nicht zu verschwenden, sondern die Werbung quer durch alle Medien so zu platzieren, dass sie die anvisierte Zielgruppe erreicht und den Markterfolg eines Produktes ebnet.
Um den Werbeetat für ein Produkt sinnvoll zu investieren, sind viel Detailwissen und Fingerspitzengefühl erforderlich, um mit Werbespots im TV oder Radio, Anzeigen, Plakaten und Online-Werbung die potentiellen Kunden zu erreichen. Als Informationsgrundlage dient dem Mediaplaner dabei eine Flut an Daten, welche Sender und Verlage bereitstellen und womit Rückschlüsse auf die wichtige Frage, wie man wann und wen mit einer Werbebotschaft erreichen kann, gezogen werden können.
Mit derartigen Erkenntnissen vergeben Mediaplaner dann Aufträge an die verschiedenen Werbeträger im Rahmen des vorhandenen Budgets. In größeren Agenturen arbeitet er oder sie Hand in Hand mit Disponenten und Abrechnern für diesen Bereich. In einer kleineren Agentur wird dieser organisatorische Aufgabenbereich oftmals selbst erledigt.

Mediaplaner/ in – beruflicher Werdegang

© PantherMedia/Ron Chapple

© PantherMedia/Ron Chapple

Der Arbeitsplatz eines Mediaplaners kann sich in einer Werbeagentur, einer spezialisierten Mediaagentur oder in einem größeren Unternehmen mit eigener Marketingsteuerung befinden.
Als Qualifikation wird eine abgeschlossene Berufsausbildung, beispielsweise als Medien- oder Verlagskauffrau bzw. -mann, oder immer häufiger ein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Medien und Marketing vorausgesetzt. Vor allem die erkenntnisreiche Lektüre von Statistiken und entsprechendes Hintergrundwissen sind hier unverzichtbar. Weiter erfordert die Tätigkeit ein hohes Organisationstalent und viel Verhandlungsgeschick sowie kommunikative Kompetenzen in der Mittlerrolle zwischen Auftraggebern und den jeweiligen Medien.

Da ein klassisches Ausbildungsbild fehlt, erfolgt der Berufseinstieg zumeist via Training-on-the-Job und erlaubt eine schrittweise Annäherung an die Praxis. Dabei können Einsteiger mit einem Bruttojahresgehalt von knapp 25.000 Euro rechnen, mit einigen Jahren Berufserfahrung können circa 35.000 Euro im Jahr verdient werden. Als mögliches Karriereziel bietet sich die Position eines Etatdirektors oder der Frontenwechsel zu TV und Printmedien sowie höhere Ebenen in den Marketingabteilungen von Unternehmen an.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.